Kirchliche Pädagogische Hochschule der Diözese Graz-Seckau

Projekt-Kurztitel: ELLA für ALLE: Wohlfühlzone Schule - fühlen macht stark!

Untertitel: Niederschwellige Gewalt- und Mobbingprävention durch Förderung emotionaler und sozialer Kompetenzen unter Einbeziehung aller Beteiligten im Lebensraum Schule

Projektträger/in und Kooperationspartner/innen

Projektträger/in: Kirchliche Pädagogische Hochschule der Diözese Graz-Seckau in Zusammenarbeit mit Styria vitalis

 

Projektleitung: Mag.a Dr.in Elfriede Amtmann BEd MSc für die KPH Graz, Mag.a Dr.in Inge Zelinka-Roitner für Styria vitalis

Kooperationspartner/innen:

  • Bildungsdirektion für Steiermark: Hermann Zoller BEd
  • Bildungsregion Steirischer Zentralraum: Mag.a Andrea Graf
  • 10 Volksschulen in der Steiermark

Gegenstand des Projektes

Niederschwellige Gewalt- und Mobbingprävention verstanden als Förderung der psychosozialen Gesundheit aller Beteiligten im Lebensraum Schule.

Strategische Ziele

  1. Förderung emotionaler und sozialer Kompetenzen (Emotionswissen, Emotionsausdruck, Selbstregulation, Empathie, prosoziales Verhalten, Gestalten von Gleichaltrigenbeziehungen, Konfliktmanagement)
  2. Sensibilisierung für Gewalt und (Cyber-)Mobbing sowie deren Auswirkungen

Zur Zielerreichung wird ein standortspezifischer Entwicklungsprozess initiiert. Dieser Prozess gliedert sich in zwei Stränge:

  1. Durchführung eines standortspezifischen Schulentwicklungsprozesses zur Förderung psychosozialer Gesundheit und (Cyber-)Mobbingprävention. In dessen Verlauf wird nach einer quantitativen Erhebung zur Ausgangssituation ein Bericht erstellt und auf Grundlage dessen werden partizipativ Maßnahmen erarbeitet und durch Expertinnen/Experten begleitet, geplant und durchgeführt mit dem Ziel die Handlungskompetenz am Schulstandort zu erweitern.
  2. Durchführung eines Trainings (ELLA-Schule) zur Förderung der emotionalen und sozialen Kompetenzen (Grundstufe I) sowie von Maßnahmen (ELLA-Miteinander) zur Gewalt- und Mobbingprävention (Grundstufe II).

Besonderheiten der Umsetzung in Ihrer Region

Angesichts der hohen Bedeutung, die emotionale und soziale Kompetenzen für die psychische Gesundheit, den Schulerfolg und in weiterer Folge für ein gelungenes (Berufs-)Leben haben, greift das Projekt „ELLA für ALLE: Wohlfühlzone Schule - fühlen macht stark!“ einerseits den Grundsatzerlass zur Gesundheitserziehung des Bundesministeriums für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten (1997) auf und andererseits die von Reicher und Matischek-Jauk (2018) benannten Wirkfaktoren für das Gelingen sozial-emotionalen Lernens. Daraus abgeleitet werden Zielsetzungen wie das Einbeziehen aller im schulischen Alltag beteiligten Personen, die Vernetzung von Schule und regionalem Umfeld sowie die Förderung von kommunikativen und kooperativen Kompetenzen der Lehrer/innen, Eltern und Schüler/innen berücksichtigt.

ELLA-Schule und ELLA-Miteinander sind an der KPH Graz entwickelte primärpräventive Trainings, die an diesen Faktoren ansetzen und den Kern eines ganzheitlichen SEL-Programms (SEL: Sozial-emotionales Lernen) darstellen. SEL wird als integraler Teil von Schulentwicklungsprozessen (Entwicklungspläne, Dokumentation, Evaluation, externe Vernetzung) begriffen.

Durch das konkrete Durchführen eines Trainings und die Begleitung eines Schulentwicklungsprozesses parallel dazu, wird das Thema an den Schulstandorten nachhaltig verankert. Durch regional gesetzte Schwerpunkte soll das Entstehen von Netzwerken begünstigt werden. Darüber hinaus können Lehrkräfte, die in die Trainings eingeschult wurden und diese durchgeführt haben, ihre Erfahrungen z.B. in regionalen Fortbildungen weitergeben und als Multiplikatoren/Multiplikatorinnen wirken.

Geplante Produkte 

  • Trainingshandbücher zu ELLA-Schule und ELLA-Miteinander
  • Materialien, die zur Information, Einschulung und Durchführung der Trainings genutzt werden können
  • Screening zur Einschätzung der emotionalen und sozialen Kompetenzen, das für die Lehrer/innen- und die Elterneinschätzung eingesetzt werden kann
  • Evaluierte Best-Practice-Beispiele für nachhaltig wirksame und standortspezifische Schulentwicklungsprozesse zu Gewalt- und Mobbingprävention
  • Durch das Einbeziehen der Schulaufsicht als Entscheidungsträger wird einerseits für das Thema sensibilisiert und andererseits weiterführende Maßnahmen z.B. im Rahmen von schulübergreifenden Fortbildungen angeregt.

Durch die Steuer- und Resonanzgruppe werden Erkenntnisse hinsichtlich struktureller Bedingungen an die zuständigen Stakeholder im Bildungsbereich weitergeleitet.