Projektdetails

Die Initiative "Wohlfühlzone Schule" möchte Pädagogische Hochschulen und Akteur/innen im Bereich Gesundheitsförderung und Prävention dazu motivieren, Schulentwicklungsprozesse zum Thema Psychosoziale Gesundheit und (Cyber-)Mobbingprävention an Schulen mit definierten Eckpunkten zu initiieren und zu begleiten.

2019 wurde daher erstmals ein Projektcall ausgeschrieben: 4 Pädagogische Hochschulen haben 2019 jeweils 2-jährige Projekte an zumindest 15 Schulen pro Bundesland gestartet, die durch den FGÖ und Eigenmittel der Pädagogischen Hochschulen finanziert werden. 2020 gibt es für Pädagogische Hochschulen weiterer Bundesländer die Möglichkeit zur Einreichung von Förderanträgen.

Die wesentlichen Elemente der Projekte sind:

  • die Förderung der Professionalität an den Schulen in Form von Weiterbildungen, durch Support von externen Berater/innen und Referent/innen sowie die Etablierung von geschulten Präventionskoordinatoren und -koordinatorinnen am Standort.
  • die Entwicklung und Implementierung von schulspezifischen Präventions- und Interventionsstrategien.

Neben der finanziellen Förderung erhalten die Pädagogischen Hochschulen Unterstützung für den Aufbau und die Umsetzung ihrer Projekte, beispielsweise Materialien, Beratung, Möglichkeiten zur Reflexion, Evaluation und Vernetzung.

Die am Projekt teilnehmenden Pädagogischen Hochschulen begleiten Schulentwicklungsprozesse zu psychosozialer Gesundheitsförderung sowie Gewalt- und (Cyber)Mobbingprävention. Der Schwerpunkt des Projekts ist die Integration präventiver Konzepte, Modelle und Techniken in den Unterrichts- und Schulalltag. In diesen Entwicklungsprozessen wird auf Ressourcen aufgebaut, die an den Schulen vorhandenen sind.

Besondere Aufmerksamkeit wird in den Projekten diesen Themengebieten geschenkt:

  • Vorbildwirkung der Pädagog/innen
  • Gestaltung von professionellen pädagogischen Beziehungen
  • Aufbau eines (lern)förderlichen Schul- und Klassenklimas
  • Förderung sozio-emotionalen Lernens
  • Einbettung kooperativer (Lern)Strukturen
  • Erarbeitung von klaren Grenzen, Vereinbarungen und Würde wahrenden Konsequenzen
  • Einführung schulspezifischer Ablaufmodelle zur Abklärung von Verdachtsfällen
  • Aufbau von Case-Management-Strukturen

Gelingensbedingungen von Bildungserwerb unter Berücksichtigung psychosozialer Gesundheit werden damit in den Blick genommen. Die umgesetzten Maßnahmen umfassen die Bereiche Professionsentwicklung, Unterrichtsentwicklung und Organisationsentwicklung. Auf allen Ebenen wird besonderer Wert auf Persönlichkeitsstärkung und die Förderung sozialer und emotionaler Kompetenzen gelegt.

Die Vorgehensweise entspricht einem indirekten Präventionsmodell. Ziel ist, die Beziehungsqualität zu fördern, klare Haltungen vorzuleben, Regeln und Vereinbarungen zu treffen. Ein Klassen- und Schulmanagement wird etabliert, das die Personen in ihrer Gesundheit und Entwicklung stärkt.

Hierbei wird darauf Bedacht genommen, dass an jedem Schulstandort im Rahmen des Schulentwicklungsprozesses ein standortspezifisches, maßgeschneidertes Präventionskonzept erarbeitet und umgesetzt wird, das auf vorhandenen Initiativen, Projekten und Ressourcen aufbaut.

Teilnehmende Schulen erhalten hierfür im Rahmen des Projekts inhaltliche sowie prozessuale Begleitung von Expert/innen der Pädagogischen Hochschulen.